Ein duales Verbundstudium, ein dualer Master und zwei Stipendien formen aus Lukas Wenger einen Entwickler für die Robotik der Zukunft.
„Das Maschinenbaustudium ist super vielfältig und breit“, erzählt Lukas im Interview.
Lukas Wenger (25) steck in der Schlussphase seines dualen Masterstudiums. Beim Automatisierungskonzern KUKA in Augsburg hat er schon als Schüler ein Praktikum absolviert. Eine Zeit, die ihn schon ganz grundsätzlich in seiner Berufswahl bestätigte. Nachdem das Thema Maschinenbau als Studiengang schon mal feststand, ging es für Lukas darum, das richtige Unternehmen zum dualen Studiengang zu finden. Lukas Wenger besuchte zunächst die Realschule, wählt in der 7. Klasse den Technikschwerpunkt und wechselt dann auf die Fachoberschule. „Ich habe genau gewusst, dass ich nach meinem Fachabi im dualen Studium an der Hochschule studieren will.“
Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb, hat ihn das Thema Technik seit jeher fasziniert. Physik, Mathe, die klassischen MINT-Fächer, waren in der Schule schon seine Favoriten. In den Sommerferien zwischen der 11. und 12. Klasse besuchte er dann die Europäische Talent Akademie Lindau. „Dort hatten wir die Möglichkeit, uns experimentell ein bisschen auszutoben.“ Parallel ging er auf Berufsmessen, lernte die unterschiedlichen dualen Studienwege kennen und bewarb sich schließlich bei mehreren Unternehmen. Einige Zusagen später dann die Qual der Wahl. „Wo fange ich an?"
Aufgrund der praktischen Erfahrung mit KUKA, der spannenden Technologie und der Möglichkeit, dort ein Verbundstudium mit integrierter Berufsausbildung zu machen, stand für Lukas Wenger schnell fest, dass KUKA das richtige Unternehmen ist. Jenes Unternehmen, das er schon aus seinem Praktikum kannte. „KUKA ist in Süddeutschland richtig bekannt. Ich wusste, dass ich hier eine super Berufsausbildung machen kann und gleichzeitig ein sehr gutes Studium.“ Genau dieses 4,5-jährige System wählte Lukas Wenger.
Das erste Jahr seiner Ausbildung verbrachte er neben der Berufsschule dann fast vollständig in der Lehrwerkstatt. Eine hochmoderne Ausbildungsschmiede für rund 200 KUKA-Auszubildende. Immerhin: Jedes Jahr starten rund 20 Verbundstudierende sowie etwa 30 Azubis. So entstand über die Studienzeit eine Gemeinschaft aus Studierenden und Auszubildenden, die sich gegenseitig unterstützt und gepusht haben. Nach dem ersten Jahr legte er bereits die Zwischenprüfung auf dem Weg zum Industriemechaniker ab und anschließend startete er in Augsburg das Studium Maschinenbau.
Er durchlief bei KUKA unterschiedliche Fachabteilungen, zuerst in der Fertigung und Produktion, später auch in der Produktentwicklung. An der Hochschule das theoretische Wissen. „Dieses Studium zeichnet den gesamten Produktzyklus, beispielsweise eines Roboters, ab. Also von der Planung, Entwicklung, Herstellung, Betrieb und Instandhaltung bis zum Recycling am Ende.“ Dabei geht es in seinem Ingenieurstudium immer um die Lösung von realen Problemen, durch von Menschen konzipierte Maschinen und Verfahren. Und damit auch immer um die Frage: Ergibt eine Maschine Sinn? Oder: Wie muss sie sinnvoll konzipiert werden? Heute denkt er bei der Entwicklung einer Maschine nicht nur an Funktionalität und Stabilität, sondern auch daran, wie man die Einzelteile sinnvoll fertigen und zusammenbauen kann. „Es ist im Maschinenbau immer eine Kombination aus unterschiedlichen Fächern gefragt, die letztlich zusammenspielen.“
„Es ist im Maschinenbau immer eine Kombination aus unterschiedlichen Fächern gefragt, die letztlich zusammenspielen.“
Mit dem Abschluss der Berufsausbildung und während des 5. Bachelorsemesters bekam er Einblicke in das Technology and Innovation Center (TIC). Hier arbeitet er derzeit an seiner Masterthesis für das Studium an der TUM. Im TIC forscht KUKA an technischen Trends der kommenden 15 Jahre – von KI-basierten Technologien über den Einsatz von Vision-Systemen bis hin zu professioneller Service-Robotik außerhalb der Industrie. Es geht wieder um die praktische Arbeit mit Prototypen, der eigenen Produktentwicklung und natürlich auch um Forschung. „Ich träume ja noch davon, dass der Roboter irgendwann mal für mich putzt, aufräumt und mir langweilige Standardaufgaben abnimmt. Das ist ja das Spannende am Ingenieursberuf, dass man unsere Zukunft mit innovativen Produkten mitgestalten kann.“
Die Ingenieurnachwuchs-Initiative des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.
Seit 1998 widmet sie sich bereits den Themen Ingenieurwesen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ihr Ziel ist es, junge Menschen schon frühzeitig für den Ingenieursberuf sowie Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.
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